Plan A. - eine Website mit einem modernen Magazine-Theme

Der eigene Blog – richtig schreiben und gestalten

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Was ist ein Blog?

Ein Blog (laut Duden männlich oder sächlich, der oder das) ist eine fortlaufende, zusammenhängende Veröffentlichung im Netz, die aus einzelnen Beiträgen oder Einträgen, (Blog-)Posts genannt, besteht. Ein Blog ist wie eine Website unter einer URL, einer Internetadresse, zu finden.

Blogs, die Mitte der 1990er entstanden sind und ab Anfang der 2000er rasant populär wurden, werden oft als „Online-Tagebücher“ bezeichnet, weil der Schreibstil informell und persönlich war. Sie haben sich inzwischen jedoch zu vielfältigen Formen entwickelt und werden für verschiedene Zwecke genutzt. Sie bewegen sich zwischen Journalismus und Literatur, zwischen Persönlichem, Information und in den letzten Jahren auch immer mehr dem Verkauf.

Klassischer Blog: Cem Basmans "Sprechblase" / Screenshot

Klassischer Blog: Cem Basmans „Sprechblase“ / Screenshot

Wann ist es sinnvoll, einen Blog zu machen?

Bloggen ist ein dynamischer Prozess, der sich fortlaufend gestaltet und eine soziale Anbindung im Netz benötigt. Ein Blog dient dazu, Gedanken oder Informationen mit anderen zu teilen und sich auszutauschen. Durch Kommentarfunktion und Verlinkungen ist er interaktiv. Wichtig ist, sich über ein paar Grundvorraussetzungen Gedanken zu machen und zu überlegen, was man mit dem Blog erreichen will – dazu auch ein paar Anregungen im Blog von Dirk Deimke.

Blogs können sinnvoll genutzt werden als:

  • „Tagebuch“, in dem man seine Gedanken, Erlebnisse und Erfahrungen mit der Welt teilt – von persönlich bis politisch, meist in klassischer Blogform, oft von einen Bloganbieter gehoset (Beispiel: Sprechblase von Cem Basman)
  • fortlaufende Informationen zu einem Thema entweder aus persönlichem Interesse und / oder als Service bzw. Produktwerbung; als klassischer Blog, Internetmagazin (Beispiel: Plan A(lternative)) oder Blog in einer statischen Website (Beispiel: Wortbetrieb.de -> Blog unter „Aktuelles“)
  • Bedingt: Event- oder als Reisetagebuch (Gelungenes Beispiel: Das „Tagebuch„, das auf der Seite von Datscha-Radio integriert wurde, die mit statischen Seiten und einem fortlaufenden Blog als Startseite arbeitet; mehr zu Eventblogs hier.)
  • Plan A. - eine Website mit einem modernen Magazine-Theme

    Plan A. – eine Website mit einem modernen Magazine-Theme

    Sprache in Blogs

    Ea gibt keine Vorschrift, wie man in Blogs schreiben „muss“. Die Sprache in Blogs ist so unterschiedlich wie ihre Verwendungen. Traditionell ist sie aufgrund ihrer ursprünglichen Funktion als Meinungsbekundung einer Einzelperson subjektiv und persönlich. Häufig wurde und wird aus der „Ich“-Perspektive erzählt. Ein wenig davon hat sich auch in formaleren Blogs erhalten, Marketing setzt sogar auf diese legere Form, um sich vermeintlich persönlich an die Kunden zu wenden. Und sogar auf den Journalismus allgemein hat das „Lockere“ etwas abgefärbt. Dieser sieht sich traditionell – abhängig von der journalistischen Form – als möglichst „objektiv“. Im Gegensatz zum professionellen Journalismus, wie er von Zeitungen, Zeitschriften und im Rundfunk betrieben wird, sind auch journalistisch orientierte Blogs bis heute subjektiver. Sie stellen zumeist die persönliche Sicht des Autors / der Autorin dar, während auch subjektive journalistische Formen wie der Kommentar bemüht sind, das Gesamtbild des Themas zu betrachten.

    Auch wenn sich Blogs heute zu einer wichtigen Ergänzung der kriselnden professionellen Medien entwickelt haben, können sie nur bestimmte Dinge leisten. Zumeist handelt es sich um Einzelautor/innen oder kleine Redaktionen, die wenn überhaupt nur in seltensten Fällen für ihre Arbeit annähernd adäquat bezahlt werden. Für die meisten ist es eine Freizeitbeschäftigung. Und selbst kleine Redaktionen und „Blogprofis“ können sich intensive Recherche vor Ort und andere aufwendige journalistische Arbeit zeitlich und finanziell nicht leisten.

    Beginn einer Blogpost mit analytischen Betrachtungen zu Persönlichem und Gesellschaftlichem

    Beginn einer Blogpost mit analytischen Betrachtungen zu Persönlichem und Gesellschaftlichem

    Abgesehen von Zweck und personellen / finanziellen Möglichkeiten beeinflusst das Medium die Sprache und Gestaltung von Blogposts. Online funktioniert anders als Print, auch wenn das vielfach nicht beachtet wird und Blogs Printartikel im Internet veröffentlichen.

    Zum einen verhalten sich die Leser/innen anders: Sie sind weniger aufmerksam. So sind kürzere Texte für’s Netz tendenziell geeigneter, was auch der Zeitökonomie vieler Blogschreiber/innen entgegenkommt. Überschriften sollten weniger poetisch als wie eine Betreffzeile formuliert werden, um überhaupt zum anklicken einzuladen. Auch die optische Textgestaltung sollte zum Weiterlesen animieren, indem der Text durch Absätze, Zwischenüberschriften und Bilder aufgelockert wird. Und natürlich sollte auch der Text so geschrieben und aufgebaut sein, dass die Leser/innen dranbleiben.

    Im Positiven bringt die Veröffentlichung im Netz viel mehr Möglichkeiten einen „Text“ zu gestalten. Hier können nicht nur, sondern sollten möglichst alle Dinge, die das Netz bereithält genutzt werden: Zentral ist es, mit Hyperlinks zu arbeiten, um den Text zu vernetzen – innerhalb des Blogs mit verwandten Themen und auch außerhalb zu Hintergründen oder Erklärungen zu unbekannten Begriffen, soweit für den Text nicht zentral, Belegen für Aussagen, Quellen und weiterführenden Informationen. So wird das Posting und der gesamte Blog zum Teil der Erzählung zum Thema im Internet. Die Links kann man unter die entsprechenden Begriffe im Text legen und ggf. die wichtigsten unter dem Text noch einmal gesondert angeben. Hier sollte man allerdings maßhalten und nur wirklich relevante Links setzen.

    Zudem kann man neben Bildern auch Audio und Video in den Text einfügen. So spart man sich, so man will, auch viele textliche Ausführungen darüber, wie sich Dinge anhören oder wie sie aussehen. Wenn man allerdings einen Blog barrierefrei gestalten will, sollte man das für blinde bzw. gehörlose Nutzer/innen trotzdem tun.

    Hyperlinks sind das A und O eines Blogs - s setzt man sie in WordPress in einen Text ein

    Hyperlinks sind das A und O eines Blogs – so setzt man sie in WordPress in einen Text ein

    Wie realisiere ich einen Blog technisch?

    Mit der Popularisierung von Blogs spezialisierten sich verschiedene Firmen auf spezielle Blogsoftware, die sie auf ihren eigenen Seiten anbieten. Diese ist dort schon so eingerichtet, dass sie ohne große technische Kenntnisse nutzbar ist und die somit die einfachste Möglichkeit darstellt, einen Blog zu starten. Hier kann man ohne einen eigenen Webspace einzurichten einen Platz für den eigenen Blog mieten. Man muss sich nur anmelden und kann sofort loslegen. Bekannte Anbieter sind z.B. WordPress.com, Antville.org, Livejournal, Twoday.net, Blogsport.de oder Blogger.de und Blogger.com.

    Diese Angebote sahen früher relativ einheitlich aus und es gab wenige Möglichkeiten der individuellen Gestaltung. Das hat sich bei den meisten Anbietern inzwischen geändert. Besonders professionellere Blogger/innen wollen aber lieber einen eigenen Webpace mit eigener Adresse. Dazu muss man sich beim Domainverwalter Denic, die gewünschte URL, soweit sie noch nicht vergeben ist, bestellen und muss diese bei einem Webhost beantragen. Der Webhost stellt Speicherplatz und die entsprechende Infrastruktur auf seinen Servern zur Verfügung, wofür eine monatliche Gebühren verlangt wird. Nur wirklichen Profis ist ein eigener Server zu empfehlen.

    Als Beispiel für einen Webhost, von dem es auch diverse mehr oder weniger gute Anbieter gibt, soll hier Host Europe gewählt werden. Hier werden unterschiedlich große Webpacks angeboten, wo man aufpassen muss, dass diese die gewünschten notwendigen Parameter beinhalten, die die Software, die man installieren will, erfordert (s. Video unten).

    Auch hier werden verschiedene schon vorgefertigte Content-Management-Systeme (CMS) angeboten, die einem das Programmieren (lassen) einer eigenen Website von Grund auf ersparen. Das gängigsten ist WordPress, aber auch Joomla, Drupal und Typo3 sind verbreitet. Die Installation ist etwas komplizierter als das simple Anmelden bei einem Blogdienst, vor allem, wenn man mit dem Prinzip noch nicht vertraut ist. Auch wenn es nicht wirklich schwierig ist, bieten sich Grundkenntnisse in HTML und CSS an, im Idealfall sogar in PHP. Wer sich unsicher ist, sollte lieber jemanden dazuholen, der Tipps gibt. Es gibt auch sehr gute Anleitungen im Internet. So hat der österreichische Informatiker Alex Schiebel eine ganze Serie an Videos erstellt, wie man WordPress bei Host Europe installiert und erste Schritte in der WordPress-Oberfläche (leider nicht die neueste Version).*
    *(Disclaimer Auch in meinen weiteren Ausführungen geht es als Beispiel um dieses CMS und diesen Anbieter. Ich bin mit beiden zufrieden, habe aber wenig Erfahrungen mit anderen und kann so keine Vergleiche aufstellen. So soll das keine unlautere Werbung sein)

    Allerdings ist auch hier Vieles einfacher geworden. Host Europe und andere Anbieter haben inzwischen die gängigsten CMS vorinstalliert, so dass man diese nur noch konfigurieren muss (Anleitung oben im Video). Wenn man das CMS installiert hat, kann man unter verschiedenen Design-Schablonen (Vorlagen) wählen, die zumeist mit dem englischen Wort „Template“ bezeichnet werden. Es gibt für WordPress hunderte kostenlose so genannte Themes, vorprogrammierte grafische Benutzeroberflächen, die mit diesen Templates arbeiten, und für Geld noch viel mehr, plus Service. Man kann sie bei Worpress selbst finden, oder bei Firmen wie Elma Studio. die sich auf die Gestaltung von WordPress-Themes und den Service darum spezialisiert haben.

    Diese Vorlagen kann man bis zu einem gewissen Grad individuell anpassen. Über das so genannte Backend, an dem man alles einstellen kann, was zum Blog gehört und wo man auch die Blogposts selber einstellt. Experimentierfreudige und Expert/innen können auch in den Designvorlagen selbst herumbastelt, im Idealfall über so genannte Child Themes, um sich die Vorlagen nicht zu „zerschießen“. Zudem bleiben die Änderungen auch erhalten, wenn man eine neue Version des Themes einspielt, was bei guten Themes durchaus in regelmäßigen Abständen passieren kann bzw. sogar sollte.

    Blogger Fefe hält seinen Blog auch heute noch so, wie sie vor gut zehn Jahren tatsächlich aussahen

    Blogger Fefe hält seinen Blog auch heute noch so, wie sie vor gut zehn Jahren standardmäßig aussahen

    Allerdings haben die Themes auch nur eine bedingte „Haltbarkeit“. Nicht dass sie schlecht werden oder abgeschaltet werden. Sie entsprechen – außer sie sind hervorragend gepflegt – irgendwann nicht mehr den technischen und auch optischen Ansprüchen. So ist vor Kurzem das „Responsive Design“ immer mehr zum State of the Art geworden. Das hat mit dem individuellen Aussehen des Blogs theoretisch nur bedingt zu tun – hier geht es darum, dass sich das Layout möglichst angenehm auch auf Mobilgeräten ansehen und nutzen lässt. Aber durch den Versuch, das technisch zu lösen, haben sich auch neue Ästhetiken entwickelt.

    Gestaltung

    Je mehr man sich vom simplen „Onlinetagebuch“ entfernen will, desto wichtiger ist es, sich Gedanken über die Gestaltung und Konzeptionierung des Blogs an sich zu machen. Die einfachste, klassische Form des Blogs ist eine Spalte, in der zeitlich sortiert die einzelnen Posts hinter- bzw. übereinander sortiert erscheinen. Inzwischen gibt es aber diverse Vorlagen für unterschiedliche Wünsche und Zwecke. Üblich ist inzwischen mindestens eine zweispaltige Post. Neben den Blogposts sind in einer Seitenspalte (Sidebar) dann verschiedene Organisationstools zu finden, die den Leser/innen helfen, sich auf dem Blog zurecht zu finden, wie z.B. ein Archiv, eine Schlagwortwolke, eine Suchfunktion oder eine Auflistung verschiedener Themen. Hier kann man auch Werbung in fremder oder eigener Sache unterbringen.

    Verschiedene Themes, die man individuell anpassen kann

    Verschiedene Themes, die man individuell anpassen kann

    Blogs haben meistens auch eine oder sogar mehrere Navigationsleisten, entweder im Sidebar und / oder über dem Blog. Ein Blog kann auch unter der Rubrik „Aktuelles“oder „Blog“ in einer statischen Website, das sonst keine Blogfunktion hat, sondern mit festen Seiten (Pages) untergebracht werden. Für die Erstellung die „festen“ Inhalte wird die Seiten-Funktion von WordPress genutzt. Das ist zum Beispiel beim vorliegenden Blog der Fall: Nur unter „Aktuelles“ ist ein Blog zu finden, die anderen Seiten sind „feste“ Inhalte, die sich nur ändern, wenn ich die Seite bearbeite, während der Blog mit jedem neuen Artikel weiterläuft. Es gibt inzwischen diverse speziell für Online-Magazine, Fotoblogs oder Portfolios optimierte Vorlagen, die mit statischen Seiten und dynamischen Blogfunktionen arbeiten, wie es WordPress anbietet.

    Außer man hat vor, absichtlich mit er Wahrnehmung der Leser/innen zu spielen, sollte ein Blog so klar und logisch wie möglich aufgebaut sein. Kleine Spielereien mögen einen Blog individuell machen – aber viel Blitzen und Blinken ist nicht nur altmodisch und unprofessionell, sondern lenkt vom Inhalt ab. Hervorheben kann man sich am besten durch eine schöne Typografie, besondere Bilder ggf. in einer interessanten Anordnung sowie einen übersichtlichen Aufbau.

    Bei der Auswahl eine Themes sollte man nicht nur darauf achten, ob man es hübsch findet. Man sollte überlegen, ob die Gestaltung auch in der Anwendung den Ansprüchen entspricht. So sollte man also schon vor der Auswahl eine Vorstellung haben, was man in etwa will – diese sollte sich spätestens verfestigen, wenn man sich für ein Theme näher interessiert. Wichtig ist hier vor allem der Aufbau der Startseite: Wie sind die Artikel angeordnet, wie der Header sortiert, was kann man in den Sidebars machen, welche Möglichkeiten der Navigation gibt es? Auch die individuelle Gestaltung von Blogposts, auch wie das Einbinden von Bildern, Galerien und Videos funktioniert sollte man sich anschauen. Interessant ist es auch, Bewertungen zu lesen, wie gut das einzelne Theme auch im Detail programmiert ist – das erspart ein böses Erwachen. Auch wenn sich die Themes an sich problemlos austauschen lassen, ist die Arbeit der individuellen Anpassung bei einem unnötigen Wechsel verschwendete Zeit und ärgerlich.

    Dashboard von WordPress Version 3.5.1, dass bereits mit einigen Plugins modifiziert wurde

    Dashboard von WordPress Version 3.5.1, dass bereits mit einigen Plugins modifiziert wurde

    Hat man sich für ein Theme entschieden, kann man es im so genannten Backend hochladen, anwählen und individuell gestalten. Inzwischen bieten Themes es unter „Einstellung“ eine relativ gute Auswahl an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten, die auch für Laien problemlos nutzbar sind. Kennt man sich ein bisschen besser aus, kann man auch das CSS und PHP-Seiten editieren – dafür empfehlen sich allerdings dringen Child Themes, wenn man nicht Gefahr laufen will, sich das Bloglayout und seine Funktionen ganz kaputt zu machen und auch später neue, verbesserte Versionen des Themes installieren will. Wichtig ist vor allem die Navigation, über die man sich sowieso schon von Anfang an genaue Gedanken machen sollte. Um das Layout zu testen, sollte man entweder einen Dummy-Artikel oder schon eine kleine Begrüßung / Vorstellung des neuen Blogs einfügen, in den man auch eine kleine Galerie, ein einzelnes Foto und ein Video einstellt, um diese Funktionen zu testen.

    In die Seitenspalte(n) und je nach Theme auch anderen entsprechenden Flächen kann man verschiedene so genannte „Widgets“ (Steuerelement) einfügen, die man unter diesem Namen auch im Backend findet. Zudem sollte man einige so genannte „Plugins“ (Erweiterungsmodul) benutzen, vor allem, um die Seite sicherer zu machen. Gerade WordPress als das weit verbreitste System ist häufig von Hackerangriffen betroffen. Allerdings sollte man nur die Plugins benutzen, die man wirklich für nötig hält – denn schlecht programmierte Plugins können auch eine Tür für Hacker sein. Zudem können Plugins auch in Kollision mit den Theme-Funktionen kommen. Mehr zur Gestaltung und Themes hier.

    Einbinden von Bildern, Audio und Video

    Das Internet bietet die bisher ungekannte Möglichkeit, verschiedene Medien zusammenzuführen. Diese sollte man – wo es sich anbietet – auch nutzen. Videos – auch eigene – bindet man am praktischsten über Dienste wie YouTube oder Vimeo. Eigene Videos kann man auch über FTP hochladen – das kostet allerdings viel Speicherplatz. Das empfiehlt sich nur in Sonderfällen, wenn man z.B. die Rechte exklusiv behalten will. Das gleiche gilt für Audio in größerem Umfang, was sich sehr gut über Anbieter wie Soundcloud in eine Blogpost integrieren lässt.

    Gerade bei Bildern, die man in den Blog postet, sollte dringend auf das Copyright geachtet werden (wie auch beim Zitieren anderer Texte). Bei Videos und Audio von Drittanbietern st diese dafür zuständig. Allerdings empfiehlt es sich auch hier, offensichtliche Compyrightverletzungen nicht in den Blog einzubinden.

    Hier ein Beispiel für die Einbindung verschiedener Medien (Foto, Galerie, Audio via Soundcloud und Video via Youtub, sowie Verlinkungen auf relevante weiterführende Informationen).

    Im Backend von WordPress kann man bequem Medien hinzufügen

    Im Backend von WordPress kann man bequem Medien hinzufügen

    Für einen wirklich professionellen Blog bemüht man sich, auf Barrierefreiheit zu achten, in dem man z.B. beschreibt, was auf den Bildern zu sehen ist oder was in einem Audio zu hören ist.

    Vermarktung

    Vermarktung soll hier in erster Linie nicht Verkauf gegen Geld, sondern Bekanntmachung des Blogs heißen. Es geht darum, dass potentiell interessierte Leser/innen auf den neuen Blog aufmerksam werden. Für manche persönliche Blogs reicht es, einfach Freunden Bescheid zu sagen, und ihnen den Link zu senden. Will man auch Fremde erreichen, sollte man zunächst eine Newsletter-Funktion einrichten (geht über Plugins).

    Heute ist es jedoch üblich, dass Blogs bzw. die Websites, auf denen sie ggf. integriert sind, eigene Seiten in den Social Media haben, bei Facebook, Twitter, Google + etc. Hier kann man die Follower oder „Fans“ über neue Artikel direkt informieren. Auch wenn die gute alte „Blogroll“ aus der Mode gekommen ist, empfiehlt sich eine Linkliste auf einer statischen Seite, auf der man andere Blogs empfiehlt, die aus dem eigenen Netzwerk stammen, die thematisch ähnlich sind oder die man einfach so toll findet. Auch das verbindet – und das ist das A und O eines funktionierenden, lebendigen Blogs. Ganz pragmatisch ist es auch so, dass eine Verlinkung auf einer anderen Seite den jeweiligen Blog in den Suchmaschinen nach oben bringt – wenn man das gegenseitig macht, hilft das beiden. Wichtig ist es auch, mit den Leser/innen zu kommunizieren – sowohl auf Kommentare im Blog als auch in den Social Media zu reagieren, soweit es die Zeit erlaubt.

    Will man ein breiteres Publikum erreichen und nicht nur für sich und ein paar Freund/innen schrieben, muss man natürlich überlegen, ob es auch inhaltlich für andere interessant und relavant ist, was man schreibt. Dazu hat Bloggonaut.net schon vor einiger Zeit ein paar sehr gute Tipps gegeben.

    Mikropaymentservice Flattr

    Mikropaymentservice Flattr

    Zu hoffen, mit Blogs bemerkenswerte Geldsummen zu verdienen ist eher illusorisch. Unternehmensblogs sind Marketingtools, die, wenn sie gut gemacht sind, indirekt helfen können, den Umsatz zu steigern. Es giibt auch immer wieder einzelne Blogger/innen, die es schaffen, durch ihren Blog so viel einzunehmen, dass sie davon leben können. Das sind dann aber meistens Spezialist/innen aus Technik, Internet oder Politik, die zu den so genannten Alpha-Blogger/innen zählen (im übrigen fast ausschließlich Männer). Für diese ist Bloggen ein Job – um das Schreiben herum bekommen sie Aufträge oder werden für Vorträge eingeladen. Manchmal schaffen es auch kleine Blogredaktionen, die auch gezielt daran arbeiten, die Autor/innen bezahlen zu können, wenn auch meist eher schlecht als recht.

    Ein bisschen Geld können sich einigermaßen populäre Blogs dazu verdienen, indem sie einen Link zum Mikropayment-Service Flattr oder zum PayPal Spenden-Button einrichten. Hier ist man auf Menschen angewiesen, die Blogs und ihre Bedeutung für den Informationsmarkt und auch die Demokratie zu schätzen wissen und die Arbeit, die dahinter steckt. Weniger ist man auf Mitdenken angewiesen, wenn man Werbung auf dem Blog schaltet, zum Beispiel Google Adds oder gezielte Werbepartner zum Blogthema. Allerdings kann man sich damit in einigen Milieus, die auf werbefreie Blogs achten, auch die Reputation kaputt machen. Da muss man, abgesehen von der eigenen Haltung, überlegen, ob ein paar Euro oder ein guter Ruf des Blogs wichtiger sind. Wirklich problematisch sind gekaufte Artikel, erst recht, wenn sie nicht als Werbung gekennzeichnet sind. Es gibt jedoch ein Segment an Blogs, die genau das macht, und sich trotzdem als authentisch und unabhängig präsentiert. Verkauf und ernsthaftes Bloggen auch auf seriös gekennzeichnete Art zu kombinieren wird allerdings ebenfalls populär.

    Schreibt eigene interessante Blogposts und bietet Zimmer zur miete: Der Blog Slow Travel Berlin

    Schreibt eigene interessante Blogposts und bietet Zimmer zur Miete: Der Blog Slow Travel Berlin

    Blogs der seriösen Sorte, der wirklich authentische Artikel und Verkauf zusammengebracht werden, sind u .a. Slow Travel Berlin, wo interessante, selbst verfasste Blogposts zu Berlin mit – offensichtlich als solche gekennzeichneten – Mietangeboten für Uralubszimmer verbunden werden, oder Danger! Bananas, ein persönlicher Blog, auf dem die Produzentin auch ihr Hobby Nagellmodellage mit anbietet. Der Blog, den ihr gerade lest, ist auch Marketing, weil er zu einer Website gehört, auf der ich meine Dienstleistungen zum Thema anbiete.

    Die Kanalratten des Blogbusiness sind Leute, die Blogs einrichten und darin kostenlose Werbetexte zu bestimmten Themen vervielfältigen, für die sie bei Verkauf von Produkten und Dienstleistungen von deren Anbietern Prozente bekommen. Sie versuchen mit allen – oft unlauteren – Mitteln, Traffic auf ihren Blog zu ziehen, so dass sie darüber hinaus auch über Werbung noch eine größere Einnahmequelle haben. Kann man clever finden, ist aber nichts anderes als Spam. Glücklicherweise sieht das auch der Algorithmus von Google und anderen Suchmaschinen so und listet Blogs mit Inhalten, die es diverse Mal gibt, ganz hinten. Wenn man nur Schrott ins Netz stellt, hilft auch supergestylte Suchmaschinenoptimierung nichts.

    Wenn Sie Hilfe bei der Gestaltung Ihres WordPress-Blogs wünschen oder gern ein Seminar dazu buchen wollen, wenden Sie sich gern an mich.

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    1. […] eigenes Blog beginnen? Aber wie? Auf Wortbetrieb wurde eine sehr ausführliche Einführung […]

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