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Ich beauftrage jemanden, eine Website für mich zu erstellen: Wie funktioniert die Zusammenarbeit?

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Können Sie mir eine Website machen, werde ich oft gefragt. Ja, natürlich, gern, das ist ja mein Job. Aber was ich dann oft erlebe ist, dass den Kund/innen nicht klar ist, dass dies nicht ohne Zuarbeit ihrerseits erfolgen kann. Auch ein/e Innenarchitekt/in kann keine Wohnung für jemand anderen gestalten, ohne die Wünsche, Vorlieben und Vorstellungen des Kunden / der Kundin zu kennen, er / sie muss eine Wohnung samt Adresse haben und ggf. bereits vorhandene Möbel, Kunstwerke etc. bekommen, um diese in das Ensemble zu integrieren. Nicht anders sieht es bei Websites aus.

EPSON MFP image

Websites sind Teil einer gesamten PR-Strategie, eines Konzepts im Netz und außerhalb, bei selbständigen Einzelunternehmerinnen und noch mehr bei Firmen. Deshalb muss der Kunde mit dem Websitegestalter eng zusammenarbeiten, um das Konzept zu entwickeln. Zudem muss er die Medieninhalte (Texte, Fotos, ggf. Videos, Grafiken, Audio) liefern bzw. mit demjenigen absprechen, der sie entwickeln soll. Je enger und genauer diese Absprache ist, desto zufriedener wird der Kunde / die Kundin sein.

Haben die Kund/innen schon sehr genaue Vorstellungen, müssen diese mit dem /der Websiteersteller/in kommuniziert und auf Umsetzbarkeit geprüft werden. Weiß der / die Kund/in noch gar nicht, was er / sie will, müssen Konzepte gemeinsam entwickelt werden. Hier ist es wichtig, dass der / die Kund/in sich genau anschaut, was der / die Websitersteller/in vorschlägt, eigene Wünsche äußert und genaues Feedback gibt.

Welche Schritte geht man?

Hier können Sie ein PDF herunterladen, was beim erstellen einer Website zu beachten ist. Im Folgenden die Schritte, die zu gehen sind:

  • Sie entwickeln ein Konzept für Ihre Website bzw. der / die Websiteersteller/in schlägt Ihnen eins vor. Dieses muss von beiden Seiten genau abgesprochen werden.
  • Medieninhalte (Texte, Fotos, ggf. Videos, Grafiken, Audio) für die festen Seiten und ggf. den ersten Blogeintrag müssen geliefert bzw. auf Wunsch erstellt werden. Auch hier ist eine Absprache zwingend.
  • Sie oder der / die Websiteersteller/in beantragen eine Domain (Webadresse) für Ihre Seite, soweit noch keine vorhanden ist. Diese bekommen Sie, wenn Sie keinen eigenen Server haben, von einem Provider. Hier bekommen Sie auch ein Password, das Sie nicht nur kennen, sondern gut aufheben sollten. Es geht um den Zugang zu Ihren Daten und auch die Abbuchungen für den Service von Ihrem Konto.
  • Der / die Websiteersteller/in richtet ein Content Management System auf Ihrem Webspace ein. Auch hier sollten Sie die Passwörter kennen und Adminrechte haben.
  • Hat der / die Websiteersteller/in die Seite fertig gebaut sollten Sie sie auf jeden Fall noch einmal genau anschauen, ob sie den Absprachen entspricht und auch Ihren Vorstellungen. Sie sind der- / diejenige, der / die im Impressum als verantwortlich für die Inhalte genannt wird und Sie haben den Auftrag erteilt.
  • Lassen Sie sich zeigen, wie man im Content Management System Inhalte erstellt bzw. beauftragen Sie jemanden, das für Sie zu tun. Vereinbaren Sie mit dem / der Websiteersteller/in, ob Sie eine weitere Betreuung der Website durch ihn / sie wünschen. Dafür sollten Sie je nach Aufwand eine monatliche Pauschale vereinbaren oder eine Zahlungsvereinbarung treffen, wenn Änderungen anfallen.
  • Haben Sie auf Ihrer Website einen Blog integriert, sollten Sie diesen regelmäßig pflegen. Auch hier können Sie sich vom / von der Websitersteller/in einweisen lassen. Sie können es entweder selbst übernehmen, ihn zu füllen, oder eine/n Mitarbeiter/in beauftragen bzw. den / die Websitersteller/in. Auch hier müssen die gewünschten Inhalte geliefert bzw. abgesprochen werden. Ohne Informationen Ihrerseits kann der / die Websiteersteller/in nicht arbeiten.
  • Vielleicht klingt es komplizierter als es ist – Sie müssen sich nur im Klaren darüber sein, dass sich die von Ihnen gewünschte Website nicht von alleine erstellt und die Person, die Sie beauftragen, Ihre Gedanken nicht lesen kann und Material braucht, um tätig zu werden. Wenn Sie diese Schritte beachten, steht dem Erfolg der Zusammenarbeit nichts im Wege!

    Website konzipieren und erstellen

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    Wie gestalte ich eine Webpräsenz mit WordPress?

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    Eine ansehliche Webpräsenz zu haben, ist heutzutage für viele zur Pflicht geworden: Seien es Selbständige, Firmen, aber auch Menschen mit speziellen Interessengebieten, die sie im Internet darstellen wollen.

    Auch Wortbetrieb.de wurde unter WordPress gestaltet.

    Nicht jede/r kann sich eine professionell von einem Programmierer und Grafikdesigner erstellte Seite leisten. So genannte Content-Management-Systeme (CMS) haben sich inzwischen als veritabler Ersatz für den kleinen Geldbeutel entwickelt. Diese kann man als Grundgerüst auf einen Server installieren und ein so genanntes Theme, eine vorprogrammierte Vorlage auswählen, dass den eigenen Vorstellungen nahe kommt. Dieses kann man in mit ein paar Grundkenntnissen in den Programmiersprachen CSS und ggf. auch HTML und PHP noch anpassen.Inzwischen haben diese Themes oft auch benutzerfreundliche Eingabefenster, bei denen man gar keine Kenntnisse dieser Art benötigt, um bestimmte Voreinstellungen individuell zu gestalten.

    Hier will ich beispielhaft auf WordPress eingehen. Das ist das weit verbreitetste CMS, mit dem ich auch arbeite und so am vertrautesten bin.

    Welche Vorteile hat es, WordPress zu installieren?

    Gerade aus der Generation derjenigen, die schon vor dem Aufstieg der CMS vor ca. zehn Jahren eigene kleine Webseiten auf HTML / CSS-Basis angelegt haben, sich aber nicht weiter mit dem Thema beschäftigt haben, kommt oft das Argument: Reicht doch so. Ein CMS hat aber entscheidende Vorteile: Zum einen lässt es sich mit vergleichsweise sehr geringem Aufwand und wenig Kenntnissen deutlich individueller und aktueller gestalten, und auch immer wieder schnell an neue technische und grafische Entwicklungen anpassen. Zum anderen hat es ein so genanntes „Backend“, einen Bedienbereich, in den man sich einloggen muss. Hier kann man auch als Laie sehr bequem und schnell nicht nur die Texte und alle anderen gewünschten Medien wie Foto, Video und Audio einstellen, sondern auch alle Veränderungen bezügliche Design und Einstellungen des Blogs / der Website vornehmen. Zudem können bei Bedarf auch andere User mit unterschiedlichen Zugriffsrechten mit an der Seite arbeiten und es gibt sogar die Möglichkeit, eine Community bzw. eine Verkaufsplattform u.ä. zu installieren, ohne nennenswert programmieren zum müssen. Besonders WordPress und ein suchmaschinenoptimiertes Theme werden von Suchmaschinen besser gefunden. Auch die Kommentarfunktion kann für viele Nutzer interessant sein. Das sind nur einige der Vorteile.

    Was ist bei der Auswahl von Themes zu beachten?

    Ursprünglich als Software für einfache Blogs mit hintereinander folgenden Artikeln gedacht, bietet WordPress heute eine Reihe unterschiedlicher Nutzungsmöglichkeiten für die Gestaltung der Seite: Neben der einfachen Blogfunktion (Beispiel) kann man eine Art Magazin gestalten (Beispiel) oder auch ein Portfolio zur Präsentation von Fotos oder Grafikdesign oder der anderer Arbeiten (Beispiel) oder auch der Leistungen eines Unternehmens (Beispiel) auswählen. Es gibt auch noch freier gestaltbare Themes wie z.B. Responsive oder Skeleton, zu denen man ein wenig mehr Kenntnisse und Zeit braucht, um sie anzupassen.

    Man sollte sich zunächst überlegen, welche Form für den eigenen Zweck am geeignetsten ist: Will ich einfach meine Gedanken mitteilen, eine Art Tagebuch schreiben? Will ich meine Seite wie ein Magazin zu einem bestimmten Thema gestalten, und unterschiedlichen Kategorien und Themen mit Bild und Exzerpt auf der Startseite präsentieren, und nicht einfach die neuesten Posts hintereinander? Will ich meine Arbeit oder eine Firma präsentieren, und eine feste Startseite, und den fortlaufenden Blog an anderer Stelle oder gar nicht? Diese Unterscheidungen wirken sich vor allem auf die Gestaltung der Startseite aus, die meist besuchteste Seite Ihrer Webpräsenz, mit der Sie sich in erster Linie präsentieren und die den Besucher/innen einen Einstieg in Ihr Angebot vermittelt.

    Dann muss man sich entscheiden, welches Layout genauer zur eigenen grafischen Vorstellung und zum Zweck passt. Man kann unter tausenden kostenlosen und kostenpflichtigen Themes wählen, die man bei WordPress oder einem der diversen Theme-Anbieter herunterladen kann. Hier sollte man sich immer die Bewertungen der Nutzer (bei WordPress immer an der Seite mit Sternchen dargestellt), aber auch die einzelnen Details dessen anschauen, was das Theme, was man attraktiv findet, tatsächlich kann – also wie weit man es den eigenen Zwecken entsprechend anpassen kann. Man muss bei den Demos der Themes auch etwas Phantasie walten lassen und sich nicht von den Beispielbildern – ob grauenvoll oder attraktiv – beirren lassen, denn es geht um den Aufbau und die Funktionen, die man ja später mit eigenen Inhalten füllen will.

    Die kostenlosen Themes sind oft von Laien oder Anfängern programmiert, können also schnell Fehler enthalten, die man dann bei der Einrichtung bemerkt. Es gibt auch kostenlose professionell programmierte Themes, die oft eine Light-Version eines kostenpflichtigen Themes sind, welches dann mehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten anbietet. Will man professioneller arbeiten, empfiehlt sich durchaus der Kauf eines Themes (die Preise liegen im Durchschnitt bei 35 – 75 Dollar). Diese Themes haben meistens mehr Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung und sind besser programmiert. Allerdings bestätigen Ausnahmen die Regel – es gibt auch gute kostenlose Themes, und schlechte professionelle Anbieter.

    Responz, ein Theme im responsive design vom Anbieter Themify

    Bei kostenpflichtigen Themes gibt es im Regelfall einen besseren Service, den die Firma mit dem Kauf der Software anbietet. Für Fragen zu kostenlosen Themes steht neben dem / der Programmierer/in selbst die WordPress Community bereit. So gibt es zumindest zu Fragen zu den gängigeren Themes die entsprechenden Foren – nützlich sind auch die englischen WordPress.org-Foren, wenn man die Sprache soweit beherrscht, weil es hier noch viel mehr Lösungsideen und Anregungen gibt.

    Ganz wichtig ist es, dass es inzwischen state of the art ist, dass die Seiten responsive sind. Das heißt, sie passen sich auf mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones jeweils an, so dass sie auch dort bequem gelesen werden können. Bei Themes, die älter als drei Jahre sind und kostenlosen Versionen professioneller Themes ist das nicht unbedingt der Fall.

    Installation

    Als Hinweis: Es gibt WordPress einen Bloghosting-Dienst namens WordPress.com. Hier muss man sich einfach anmelden und kann loslegen. Das Hosting übernimmt hier WordPress und es gibt auch hier inzwischen viele Themes, um den Blog individuell zu gestalten. Dieser ist in Vielem analog zu der von WordPress.org angebotenen Software von einem selbst gehosteter Blog, entweder auf einem eigenen Server oder bei einem selbst gewählten Provider. Über Letzteres schreibe ich hier.

    Man muss sich die WordPress-Software. Quasi das Grundgerüst, auf die vorhandene oder neu bestellte Domain von WordPress.org herunterladen. Zu beachten: WordPress basiert auf der Skriptsprache PHP (mindestens PHP 5.2.4) und benötigt eine MySQL-Datenbank (mindestens MySQL 5.0.15), diese Voraussetzungen müssen also vorhanden sein. Viele Provider bieten vorgefertigte Möglichkeiten zur WordPress-Installation an, ansonsten lädt man es über FTP hoch und richtet es sich ein. Jemanden, der das zum ersten Mal macht, kann es zur Verzweiflung bringen, auch wenn es von WordPress selbst und von diversen Usern gute Anleitungen im Internet gibt. Wenn man etwas Routine hat, kann es wirklich in einer Zeit von unter fünf Minuten klappen, wie WordPress selber angibt.

    Startseite von WordPress.org in der deutschen Version

    Auch wenn WordPress selber inzwischen eine Vielfalt an Möglichkeiten gibt, werden einige So genannte Plugins, Erweiterungsmodule, benötigt, um diese zu ergänzen. Hier geht es vor allem um Sicherheit und Spamabwehr, aber auch um weitere Gestaltungsmöglichkeiten. Die Plugins kann man jederzeit entfernen bzw. ergänzen, und man sollte nur die wählen, die man wirklich braucht. Von mir empfohlene essentielle Plug-Ins sind u.a. Limited Login Attempts, Antispam Bee, Secure WordPress, Block Bad Queries (BBQ). Sie dienen der Sicherheit und können wie alle Plugins bequem über das Backend unter „Plugins installieren“ hochgeladen werden.

    Jetzt kommt das Theme ins Spiel. Man sollte damit beginnen, einige der Themes, die in die engere Auswahl kommen, auszuprobieren. Vielleicht ist es nicht gleich das erste, was so funktioniert und aussieht, wie man es sich wünscht. Man erstellt die gewünschten Menüs (Kategorien / Seiten) und ein paar Dummy- Seiten und -Post um zu sehen, wie es dann aussieht und funktioniert. Unter „Design“, aber auch unter „Einstellungen“ und auf den Seiten lassen sich diverse Änderungen vornehmen, die zum Teil vom Theme abhängig sind: Farbe, Schriftgröße und -art, individuelles Logo, Kategorien und Menüs etc., aber auch die Anordnung auf der Startseite und in den einzelnen Posts bzw. auf den Seiten. Unter „Widgets„, einem grafischen Fenstersystem, findet man vom Theme abhängige Fenster, in denen sich bestimmte Felder individuell anordnen lassen, von Kalendern über Newsletter bis zu herausgehobenen Posts. Viele Widgets lassen sich auch nachträglich über Plugins hinzufügen. Man sollte beim Test nicht nur auf das oberflächliche Aussehen, sondern die gesamte Funktionalität achten.

    Wenn man sich erstmal entschieden hat, welches Theme man nehmen will, kann man die Feinheiten einrichten. Die Zeit dazu sollte man nicht unterschätzen. Gerade als Anfänger/in braucht man auch einige Zeit, um sich mit den Details des Systems vertraut zu machen. Entweder man nimmt sich diese Zeit zum „spielen“, und lernt so selber WordPress richtig kennen, oder man nimmt sich erfahrenere Bekannte oder einen professionellen Service dazu. Zu beachten: Alles, was man gestaltet, kann man wieder ändern, auch ein neues Theme nutzen, wobei die Artikel bleiben. Man kann auch mit seinen Artikeln ganz auf einen neuen Blog / eine neue Webpräsenz umziehen – die Inhalte bleiben. Bei einem neuen Theme geht nur die individuelle Gestaltung verloren und man muss sie neu anpassen.

    Das klingt alles erstmal sehr kompliziert, und ist es am Anfang vielleicht auch – zumindest, wenn man höhere Ansprüche an die individuelle Gestaltung hat. Hat man sich aber erstmal ein wenig eingefuchst, können sich auch Lai/innen, die in Netzdingen nicht völlig blind sind und einen grundlegenden Sinn für Ästhetik haben, eine schöne Präsenz einrichten, die die Inhalte, die man teilen möchte, ansprechend darstellt.

    Wenn Sie weitere Unterstützung benötigen, können Sie mich gern kontaktieren.

    Mehr zum Thema Blog / Webpräsenz finden Sie hier, alle Tutorials hier.

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    Der eigene Blog – richtig schreiben und gestalten

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    Was ist ein Blog?

    Ein Blog (laut Duden männlich oder sächlich, der oder das) ist eine fortlaufende, zusammenhängende Veröffentlichung im Netz, die aus einzelnen Beiträgen oder Einträgen, (Blog-)Posts genannt, besteht. Ein Blog ist wie eine Website unter einer URL, einer Internetadresse, zu finden.

    Blogs, die Mitte der 1990er entstanden sind und ab Anfang der 2000er rasant populär wurden, werden oft als „Online-Tagebücher“ bezeichnet, weil der Schreibstil informell und persönlich war. Sie haben sich inzwischen jedoch zu vielfältigen Formen entwickelt und werden für verschiedene Zwecke genutzt. Sie bewegen sich zwischen Journalismus und Literatur, zwischen Persönlichem, Information und in den letzten Jahren auch immer mehr dem Verkauf.

    Klassischer Blog: Cem Basmans "Sprechblase" / Screenshot

    Klassischer Blog: Cem Basmans „Sprechblase“ / Screenshot

    Wann ist es sinnvoll, einen Blog zu machen?

    Bloggen ist ein dynamischer Prozess, der sich fortlaufend gestaltet und eine soziale Anbindung im Netz benötigt. Ein Blog dient dazu, Gedanken oder Informationen mit anderen zu teilen und sich auszutauschen. Durch Kommentarfunktion und Verlinkungen ist er interaktiv. Wichtig ist, sich über ein paar Grundvorraussetzungen Gedanken zu machen und zu überlegen, was man mit dem Blog erreichen will – dazu auch ein paar Anregungen im Blog von Dirk Deimke.

    Blogs können sinnvoll genutzt werden als:

  • „Tagebuch“, in dem man seine Gedanken, Erlebnisse und Erfahrungen mit der Welt teilt – von persönlich bis politisch, meist in klassischer Blogform, oft von einen Bloganbieter gehoset (Beispiel: Sprechblase von Cem Basman)
  • fortlaufende Informationen zu einem Thema entweder aus persönlichem Interesse und / oder als Service bzw. Produktwerbung; als klassischer Blog, Internetmagazin (Beispiel: Plan A(lternative)) oder Blog in einer statischen Website (Beispiel: Wortbetrieb.de -> Blog unter „Aktuelles“)
  • Bedingt: Event- oder als Reisetagebuch (Gelungenes Beispiel: Das „Tagebuch„, das auf der Seite von Datscha-Radio integriert wurde, die mit statischen Seiten und einem fortlaufenden Blog als Startseite arbeitet; mehr zu Eventblogs hier.)
  • Plan A. - eine Website mit einem modernen Magazine-Theme

    Plan A. – eine Website mit einem modernen Magazine-Theme

    Sprache in Blogs

    Ea gibt keine Vorschrift, wie man in Blogs schreiben „muss“. Die Sprache in Blogs ist so unterschiedlich wie ihre Verwendungen. Traditionell ist sie aufgrund ihrer ursprünglichen Funktion als Meinungsbekundung einer Einzelperson subjektiv und persönlich. Häufig wurde und wird aus der „Ich“-Perspektive erzählt. Ein wenig davon hat sich auch in formaleren Blogs erhalten, Marketing setzt sogar auf diese legere Form, um sich vermeintlich persönlich an die Kunden zu wenden. Und sogar auf den Journalismus allgemein hat das „Lockere“ etwas abgefärbt. Dieser sieht sich traditionell – abhängig von der journalistischen Form – als möglichst „objektiv“. Im Gegensatz zum professionellen Journalismus, wie er von Zeitungen, Zeitschriften und im Rundfunk betrieben wird, sind auch journalistisch orientierte Blogs bis heute subjektiver. Sie stellen zumeist die persönliche Sicht des Autors / der Autorin dar, während auch subjektive journalistische Formen wie der Kommentar bemüht sind, das Gesamtbild des Themas zu betrachten.

    Auch wenn sich Blogs heute zu einer wichtigen Ergänzung der kriselnden professionellen Medien entwickelt haben, können sie nur bestimmte Dinge leisten. Zumeist handelt es sich um Einzelautor/innen oder kleine Redaktionen, die wenn überhaupt nur in seltensten Fällen für ihre Arbeit annähernd adäquat bezahlt werden. Für die meisten ist es eine Freizeitbeschäftigung. Und selbst kleine Redaktionen und „Blogprofis“ können sich intensive Recherche vor Ort und andere aufwendige journalistische Arbeit zeitlich und finanziell nicht leisten.

    Beginn einer Blogpost mit analytischen Betrachtungen zu Persönlichem und Gesellschaftlichem

    Beginn einer Blogpost mit analytischen Betrachtungen zu Persönlichem und Gesellschaftlichem

    Abgesehen von Zweck und personellen / finanziellen Möglichkeiten beeinflusst das Medium die Sprache und Gestaltung von Blogposts. Online funktioniert anders als Print, auch wenn das vielfach nicht beachtet wird und Blogs Printartikel im Internet veröffentlichen.

    Zum einen verhalten sich die Leser/innen anders: Sie sind weniger aufmerksam. So sind kürzere Texte für’s Netz tendenziell geeigneter, was auch der Zeitökonomie vieler Blogschreiber/innen entgegenkommt. Überschriften sollten weniger poetisch als wie eine Betreffzeile formuliert werden, um überhaupt zum anklicken einzuladen. Auch die optische Textgestaltung sollte zum Weiterlesen animieren, indem der Text durch Absätze, Zwischenüberschriften und Bilder aufgelockert wird. Und natürlich sollte auch der Text so geschrieben und aufgebaut sein, dass die Leser/innen dranbleiben.

    Im Positiven bringt die Veröffentlichung im Netz viel mehr Möglichkeiten einen „Text“ zu gestalten. Hier können nicht nur, sondern sollten möglichst alle Dinge, die das Netz bereithält genutzt werden: Zentral ist es, mit Hyperlinks zu arbeiten, um den Text zu vernetzen – innerhalb des Blogs mit verwandten Themen und auch außerhalb zu Hintergründen oder Erklärungen zu unbekannten Begriffen, soweit für den Text nicht zentral, Belegen für Aussagen, Quellen und weiterführenden Informationen. So wird das Posting und der gesamte Blog zum Teil der Erzählung zum Thema im Internet. Die Links kann man unter die entsprechenden Begriffe im Text legen und ggf. die wichtigsten unter dem Text noch einmal gesondert angeben. Hier sollte man allerdings maßhalten und nur wirklich relevante Links setzen.

    Zudem kann man neben Bildern auch Audio und Video in den Text einfügen. So spart man sich, so man will, auch viele textliche Ausführungen darüber, wie sich Dinge anhören oder wie sie aussehen. Wenn man allerdings einen Blog barrierefrei gestalten will, sollte man das für blinde bzw. gehörlose Nutzer/innen trotzdem tun.

    Hyperlinks sind das A und O eines Blogs - s setzt man sie in WordPress in einen Text ein

    Hyperlinks sind das A und O eines Blogs – so setzt man sie in WordPress in einen Text ein

    Wie realisiere ich einen Blog technisch?

    Mit der Popularisierung von Blogs spezialisierten sich verschiedene Firmen auf spezielle Blogsoftware, die sie auf ihren eigenen Seiten anbieten. Diese ist dort schon so eingerichtet, dass sie ohne große technische Kenntnisse nutzbar ist und die somit die einfachste Möglichkeit darstellt, einen Blog zu starten. Hier kann man ohne einen eigenen Webspace einzurichten einen Platz für den eigenen Blog mieten. Man muss sich nur anmelden und kann sofort loslegen. Bekannte Anbieter sind z.B. WordPress.com, Antville.org, Livejournal, Twoday.net, Blogsport.de oder Blogger.de und Blogger.com.

    Diese Angebote sahen früher relativ einheitlich aus und es gab wenige Möglichkeiten der individuellen Gestaltung. Das hat sich bei den meisten Anbietern inzwischen geändert. Besonders professionellere Blogger/innen wollen aber lieber einen eigenen Webpace mit eigener Adresse. Dazu muss man sich beim Domainverwalter Denic, die gewünschte URL, soweit sie noch nicht vergeben ist, bestellen und muss diese bei einem Webhost beantragen. Der Webhost stellt Speicherplatz und die entsprechende Infrastruktur auf seinen Servern zur Verfügung, wofür eine monatliche Gebühren verlangt wird. Nur wirklichen Profis ist ein eigener Server zu empfehlen.

    Als Beispiel für einen Webhost, von dem es auch diverse mehr oder weniger gute Anbieter gibt, soll hier Host Europe gewählt werden. Hier werden unterschiedlich große Webpacks angeboten, wo man aufpassen muss, dass diese die gewünschten notwendigen Parameter beinhalten, die die Software, die man installieren will, erfordert (s. Video unten).

    Auch hier werden verschiedene schon vorgefertigte Content-Management-Systeme (CMS) angeboten, die einem das Programmieren (lassen) einer eigenen Website von Grund auf ersparen. Das gängigsten ist WordPress, aber auch Joomla, Drupal und Typo3 sind verbreitet. Die Installation ist etwas komplizierter als das simple Anmelden bei einem Blogdienst, vor allem, wenn man mit dem Prinzip noch nicht vertraut ist. Auch wenn es nicht wirklich schwierig ist, bieten sich Grundkenntnisse in HTML und CSS an, im Idealfall sogar in PHP. Wer sich unsicher ist, sollte lieber jemanden dazuholen, der Tipps gibt. Es gibt auch sehr gute Anleitungen im Internet. So hat der österreichische Informatiker Alex Schiebel eine ganze Serie an Videos erstellt, wie man WordPress bei Host Europe installiert und erste Schritte in der WordPress-Oberfläche (leider nicht die neueste Version).*
    *(Disclaimer Auch in meinen weiteren Ausführungen geht es als Beispiel um dieses CMS und diesen Anbieter. Ich bin mit beiden zufrieden, habe aber wenig Erfahrungen mit anderen und kann so keine Vergleiche aufstellen. So soll das keine unlautere Werbung sein)

    Allerdings ist auch hier Vieles einfacher geworden. Host Europe und andere Anbieter haben inzwischen die gängigsten CMS vorinstalliert, so dass man diese nur noch konfigurieren muss (Anleitung oben im Video). Wenn man das CMS installiert hat, kann man unter verschiedenen Design-Schablonen (Vorlagen) wählen, die zumeist mit dem englischen Wort „Template“ bezeichnet werden. Es gibt für WordPress hunderte kostenlose so genannte Themes, vorprogrammierte grafische Benutzeroberflächen, die mit diesen Templates arbeiten, und für Geld noch viel mehr, plus Service. Man kann sie bei Worpress selbst finden, oder bei Firmen wie Elma Studio. die sich auf die Gestaltung von WordPress-Themes und den Service darum spezialisiert haben.

    Diese Vorlagen kann man bis zu einem gewissen Grad individuell anpassen. Über das so genannte Backend, an dem man alles einstellen kann, was zum Blog gehört und wo man auch die Blogposts selber einstellt. Experimentierfreudige und Expert/innen können auch in den Designvorlagen selbst herumbastelt, im Idealfall über so genannte Child Themes, um sich die Vorlagen nicht zu „zerschießen“. Zudem bleiben die Änderungen auch erhalten, wenn man eine neue Version des Themes einspielt, was bei guten Themes durchaus in regelmäßigen Abständen passieren kann bzw. sogar sollte.

    Blogger Fefe hält seinen Blog auch heute noch so, wie sie vor gut zehn Jahren tatsächlich aussahen

    Blogger Fefe hält seinen Blog auch heute noch so, wie sie vor gut zehn Jahren standardmäßig aussahen

    Allerdings haben die Themes auch nur eine bedingte „Haltbarkeit“. Nicht dass sie schlecht werden oder abgeschaltet werden. Sie entsprechen – außer sie sind hervorragend gepflegt – irgendwann nicht mehr den technischen und auch optischen Ansprüchen. So ist vor Kurzem das „Responsive Design“ immer mehr zum State of the Art geworden. Das hat mit dem individuellen Aussehen des Blogs theoretisch nur bedingt zu tun – hier geht es darum, dass sich das Layout möglichst angenehm auch auf Mobilgeräten ansehen und nutzen lässt. Aber durch den Versuch, das technisch zu lösen, haben sich auch neue Ästhetiken entwickelt.

    Gestaltung

    Je mehr man sich vom simplen „Onlinetagebuch“ entfernen will, desto wichtiger ist es, sich Gedanken über die Gestaltung und Konzeptionierung des Blogs an sich zu machen. Die einfachste, klassische Form des Blogs ist eine Spalte, in der zeitlich sortiert die einzelnen Posts hinter- bzw. übereinander sortiert erscheinen. Inzwischen gibt es aber diverse Vorlagen für unterschiedliche Wünsche und Zwecke. Üblich ist inzwischen mindestens eine zweispaltige Post. Neben den Blogposts sind in einer Seitenspalte (Sidebar) dann verschiedene Organisationstools zu finden, die den Leser/innen helfen, sich auf dem Blog zurecht zu finden, wie z.B. ein Archiv, eine Schlagwortwolke, eine Suchfunktion oder eine Auflistung verschiedener Themen. Hier kann man auch Werbung in fremder oder eigener Sache unterbringen.

    Verschiedene Themes, die man individuell anpassen kann

    Verschiedene Themes, die man individuell anpassen kann

    Blogs haben meistens auch eine oder sogar mehrere Navigationsleisten, entweder im Sidebar und / oder über dem Blog. Ein Blog kann auch unter der Rubrik „Aktuelles“oder „Blog“ in einer statischen Website, das sonst keine Blogfunktion hat, sondern mit festen Seiten (Pages) untergebracht werden. Für die Erstellung die „festen“ Inhalte wird die Seiten-Funktion von WordPress genutzt. Das ist zum Beispiel beim vorliegenden Blog der Fall: Nur unter „Aktuelles“ ist ein Blog zu finden, die anderen Seiten sind „feste“ Inhalte, die sich nur ändern, wenn ich die Seite bearbeite, während der Blog mit jedem neuen Artikel weiterläuft. Es gibt inzwischen diverse speziell für Online-Magazine, Fotoblogs oder Portfolios optimierte Vorlagen, die mit statischen Seiten und dynamischen Blogfunktionen arbeiten, wie es WordPress anbietet.

    Außer man hat vor, absichtlich mit er Wahrnehmung der Leser/innen zu spielen, sollte ein Blog so klar und logisch wie möglich aufgebaut sein. Kleine Spielereien mögen einen Blog individuell machen – aber viel Blitzen und Blinken ist nicht nur altmodisch und unprofessionell, sondern lenkt vom Inhalt ab. Hervorheben kann man sich am besten durch eine schöne Typografie, besondere Bilder ggf. in einer interessanten Anordnung sowie einen übersichtlichen Aufbau.

    Bei der Auswahl eine Themes sollte man nicht nur darauf achten, ob man es hübsch findet. Man sollte überlegen, ob die Gestaltung auch in der Anwendung den Ansprüchen entspricht. So sollte man also schon vor der Auswahl eine Vorstellung haben, was man in etwa will – diese sollte sich spätestens verfestigen, wenn man sich für ein Theme näher interessiert. Wichtig ist hier vor allem der Aufbau der Startseite: Wie sind die Artikel angeordnet, wie der Header sortiert, was kann man in den Sidebars machen, welche Möglichkeiten der Navigation gibt es? Auch die individuelle Gestaltung von Blogposts, auch wie das Einbinden von Bildern, Galerien und Videos funktioniert sollte man sich anschauen. Interessant ist es auch, Bewertungen zu lesen, wie gut das einzelne Theme auch im Detail programmiert ist – das erspart ein böses Erwachen. Auch wenn sich die Themes an sich problemlos austauschen lassen, ist die Arbeit der individuellen Anpassung bei einem unnötigen Wechsel verschwendete Zeit und ärgerlich.

    Dashboard von WordPress Version 3.5.1, dass bereits mit einigen Plugins modifiziert wurde

    Dashboard von WordPress Version 3.5.1, dass bereits mit einigen Plugins modifiziert wurde

    Hat man sich für ein Theme entschieden, kann man es im so genannten Backend hochladen, anwählen und individuell gestalten. Inzwischen bieten Themes es unter „Einstellung“ eine relativ gute Auswahl an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten, die auch für Laien problemlos nutzbar sind. Kennt man sich ein bisschen besser aus, kann man auch das CSS und PHP-Seiten editieren – dafür empfehlen sich allerdings dringen Child Themes, wenn man nicht Gefahr laufen will, sich das Bloglayout und seine Funktionen ganz kaputt zu machen und auch später neue, verbesserte Versionen des Themes installieren will. Wichtig ist vor allem die Navigation, über die man sich sowieso schon von Anfang an genaue Gedanken machen sollte. Um das Layout zu testen, sollte man entweder einen Dummy-Artikel oder schon eine kleine Begrüßung / Vorstellung des neuen Blogs einfügen, in den man auch eine kleine Galerie, ein einzelnes Foto und ein Video einstellt, um diese Funktionen zu testen.

    In die Seitenspalte(n) und je nach Theme auch anderen entsprechenden Flächen kann man verschiedene so genannte „Widgets“ (Steuerelement) einfügen, die man unter diesem Namen auch im Backend findet. Zudem sollte man einige so genannte „Plugins“ (Erweiterungsmodul) benutzen, vor allem, um die Seite sicherer zu machen. Gerade WordPress als das weit verbreitste System ist häufig von Hackerangriffen betroffen. Allerdings sollte man nur die Plugins benutzen, die man wirklich für nötig hält – denn schlecht programmierte Plugins können auch eine Tür für Hacker sein. Zudem können Plugins auch in Kollision mit den Theme-Funktionen kommen. Mehr zur Gestaltung und Themes hier.

    Einbinden von Bildern, Audio und Video

    Das Internet bietet die bisher ungekannte Möglichkeit, verschiedene Medien zusammenzuführen. Diese sollte man – wo es sich anbietet – auch nutzen. Videos – auch eigene – bindet man am praktischsten über Dienste wie YouTube oder Vimeo. Eigene Videos kann man auch über FTP hochladen – das kostet allerdings viel Speicherplatz. Das empfiehlt sich nur in Sonderfällen, wenn man z.B. die Rechte exklusiv behalten will. Das gleiche gilt für Audio in größerem Umfang, was sich sehr gut über Anbieter wie Soundcloud in eine Blogpost integrieren lässt.

    Gerade bei Bildern, die man in den Blog postet, sollte dringend auf das Copyright geachtet werden (wie auch beim Zitieren anderer Texte). Bei Videos und Audio von Drittanbietern st diese dafür zuständig. Allerdings empfiehlt es sich auch hier, offensichtliche Compyrightverletzungen nicht in den Blog einzubinden.

    Hier ein Beispiel für die Einbindung verschiedener Medien (Foto, Galerie, Audio via Soundcloud und Video via Youtub, sowie Verlinkungen auf relevante weiterführende Informationen).

    Im Backend von WordPress kann man bequem Medien hinzufügen

    Im Backend von WordPress kann man bequem Medien hinzufügen

    Für einen wirklich professionellen Blog bemüht man sich, auf Barrierefreiheit zu achten, in dem man z.B. beschreibt, was auf den Bildern zu sehen ist oder was in einem Audio zu hören ist.

    Vermarktung

    Vermarktung soll hier in erster Linie nicht Verkauf gegen Geld, sondern Bekanntmachung des Blogs heißen. Es geht darum, dass potentiell interessierte Leser/innen auf den neuen Blog aufmerksam werden. Für manche persönliche Blogs reicht es, einfach Freunden Bescheid zu sagen, und ihnen den Link zu senden. Will man auch Fremde erreichen, sollte man zunächst eine Newsletter-Funktion einrichten (geht über Plugins).

    Heute ist es jedoch üblich, dass Blogs bzw. die Websites, auf denen sie ggf. integriert sind, eigene Seiten in den Social Media haben, bei Facebook, Twitter, Google + etc. Hier kann man die Follower oder „Fans“ über neue Artikel direkt informieren. Auch wenn die gute alte „Blogroll“ aus der Mode gekommen ist, empfiehlt sich eine Linkliste auf einer statischen Seite, auf der man andere Blogs empfiehlt, die aus dem eigenen Netzwerk stammen, die thematisch ähnlich sind oder die man einfach so toll findet. Auch das verbindet – und das ist das A und O eines funktionierenden, lebendigen Blogs. Ganz pragmatisch ist es auch so, dass eine Verlinkung auf einer anderen Seite den jeweiligen Blog in den Suchmaschinen nach oben bringt – wenn man das gegenseitig macht, hilft das beiden. Wichtig ist es auch, mit den Leser/innen zu kommunizieren – sowohl auf Kommentare im Blog als auch in den Social Media zu reagieren, soweit es die Zeit erlaubt.

    Will man ein breiteres Publikum erreichen und nicht nur für sich und ein paar Freund/innen schrieben, muss man natürlich überlegen, ob es auch inhaltlich für andere interessant und relavant ist, was man schreibt. Dazu hat Bloggonaut.net schon vor einiger Zeit ein paar sehr gute Tipps gegeben.

    Mikropaymentservice Flattr

    Mikropaymentservice Flattr

    Zu hoffen, mit Blogs bemerkenswerte Geldsummen zu verdienen ist eher illusorisch. Unternehmensblogs sind Marketingtools, die, wenn sie gut gemacht sind, indirekt helfen können, den Umsatz zu steigern. Es giibt auch immer wieder einzelne Blogger/innen, die es schaffen, durch ihren Blog so viel einzunehmen, dass sie davon leben können. Das sind dann aber meistens Spezialist/innen aus Technik, Internet oder Politik, die zu den so genannten Alpha-Blogger/innen zählen (im übrigen fast ausschließlich Männer). Für diese ist Bloggen ein Job – um das Schreiben herum bekommen sie Aufträge oder werden für Vorträge eingeladen. Manchmal schaffen es auch kleine Blogredaktionen, die auch gezielt daran arbeiten, die Autor/innen bezahlen zu können, wenn auch meist eher schlecht als recht.

    Ein bisschen Geld können sich einigermaßen populäre Blogs dazu verdienen, indem sie einen Link zum Mikropayment-Service Flattr oder zum PayPal Spenden-Button einrichten. Hier ist man auf Menschen angewiesen, die Blogs und ihre Bedeutung für den Informationsmarkt und auch die Demokratie zu schätzen wissen und die Arbeit, die dahinter steckt. Weniger ist man auf Mitdenken angewiesen, wenn man Werbung auf dem Blog schaltet, zum Beispiel Google Adds oder gezielte Werbepartner zum Blogthema. Allerdings kann man sich damit in einigen Milieus, die auf werbefreie Blogs achten, auch die Reputation kaputt machen. Da muss man, abgesehen von der eigenen Haltung, überlegen, ob ein paar Euro oder ein guter Ruf des Blogs wichtiger sind. Wirklich problematisch sind gekaufte Artikel, erst recht, wenn sie nicht als Werbung gekennzeichnet sind. Es gibt jedoch ein Segment an Blogs, die genau das macht, und sich trotzdem als authentisch und unabhängig präsentiert. Verkauf und ernsthaftes Bloggen auch auf seriös gekennzeichnete Art zu kombinieren wird allerdings ebenfalls populär.

    Schreibt eigene interessante Blogposts und bietet Zimmer zur miete: Der Blog Slow Travel Berlin

    Schreibt eigene interessante Blogposts und bietet Zimmer zur Miete: Der Blog Slow Travel Berlin

    Blogs der seriösen Sorte, der wirklich authentische Artikel und Verkauf zusammengebracht werden, sind u .a. Slow Travel Berlin, wo interessante, selbst verfasste Blogposts zu Berlin mit – offensichtlich als solche gekennzeichneten – Mietangeboten für Uralubszimmer verbunden werden, oder Danger! Bananas, ein persönlicher Blog, auf dem die Produzentin auch ihr Hobby Nagellmodellage mit anbietet. Der Blog, den ihr gerade lest, ist auch Marketing, weil er zu einer Website gehört, auf der ich meine Dienstleistungen zum Thema anbiete.

    Die Kanalratten des Blogbusiness sind Leute, die Blogs einrichten und darin kostenlose Werbetexte zu bestimmten Themen vervielfältigen, für die sie bei Verkauf von Produkten und Dienstleistungen von deren Anbietern Prozente bekommen. Sie versuchen mit allen – oft unlauteren – Mitteln, Traffic auf ihren Blog zu ziehen, so dass sie darüber hinaus auch über Werbung noch eine größere Einnahmequelle haben. Kann man clever finden, ist aber nichts anderes als Spam. Glücklicherweise sieht das auch der Algorithmus von Google und anderen Suchmaschinen so und listet Blogs mit Inhalten, die es diverse Mal gibt, ganz hinten. Wenn man nur Schrott ins Netz stellt, hilft auch supergestylte Suchmaschinenoptimierung nichts.

    Wenn Sie Hilfe bei der Gestaltung Ihres WordPress-Blogs wünschen oder gern ein Seminar dazu buchen wollen, wenden Sie sich gern an mich.

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